Published 8 July 2026
Von der Konzession zur DDS: Geodaten für Holzprodukte
Waldflächen sind größer und komplexer als Kaffeefarmen. So erfassen Sie die Herkunft von Holz für die EUDR — Punkt, Polygon und die lange Lieferkette.
Für Holzprodukte gilt dieselbe Geolocation-Pflicht wie für alle EUDR-Rohstoffe — aber Waldflächen bringen ein paar eigene Fragen mit sich.
Fast immer ein Polygon
Kaffeeflächen sind oft klein genug für einen einzelnen Punkt. Forstflächen und Konzessionen sind das selten: Über 4 Hektar verlangt die Verordnung ein Polygon, also die Begrenzung der Fläche. Für Holz ist das der Normalfall.
Die gute Nachricht: Für die meisten Konzessionen und Forstbetriebe existieren die Grenzen bereits — in Katasterdaten, Bewirtschaftungsplänen oder GIS-Dateien. Sie müssen sie meist nicht neu erheben, sondern nur beschaffen und im richtigen Format ablegen.
Die Lieferkette rückwärts denken
Der schwierige Teil ist selten die Geometrie, sondern die Zuordnung: Welche Fläche gehört zu welcher Charge? Bei einem Möbelstück, das durch mehrere Hände gegangen ist, müssen Sie den Weg vom Fertigprodukt zurück bis zur Waldfläche belegen.
Praktisch heißt das:
- Verlangen Sie von jedem Lieferanten die Herkunftsflächen der von ihm gelieferten Charge.
- Halten Sie die Verknüpfung zwischen Fläche, Sägewerk und Ihrer Bestellung fest.
- Prüfen Sie die Flächen gegen Entwaldungsdaten, sobald Sie die Koordinaten haben.
Dann ist die DDS Routine
Liegen Geokoordinaten, Herkunftsnachweis und Lieferkette einmal sauber vor, ist die Sorgfaltserklärung selbst schnell erstellt. Der Aufwand steckt im Sammeln — nicht im Einreichen. Wer die Rückverfolgung als laufenden Prozess aufsetzt statt als einmalige Panikaktion, hat die EUDR im Griff.
Check a plot while it is fresh
Run the same satellite screening on one of your own plots — no account, no TRACES registration, and an evidence PDF to keep.