Published 1 July 2026
EUDR für Holz- und Möbelimporteure: der Einstieg
Nicht nur Kaffee und Kakao — auch Holz, Möbel und Papier fallen unter die EUDR. Was Importeure von Holzprodukten jetzt wissen müssen.
Bei der EU-Entwaldungsverordnung denken viele zuerst an Kaffee oder Kakao. Doch Holz gehört zu den sieben betroffenen Rohstoffen — und damit fallen auch Möbel, Bauholz, Sperrholz und Papier in ihren Anwendungsbereich. Wenn Sie solche Produkte in die EU einführen, sind Sie betroffen.
Was zählt als „Holzprodukt"?
Die Verordnung geht weit über Rundholz hinaus. Erfasst sind unter anderem:
- Schnittholz, Sperrholz und Furniere,
- Möbel aus Holz,
- Zellstoff, Papier und Pappe.
Maßgeblich ist der Zollcode (HS-Position) Ihrer Ware. Steht sie auf der Liste im Anhang I der Verordnung, gelten die Sorgfaltspflichten.
Die gleiche Logik wie bei Kaffee
Der Ablauf unterscheidet sich nicht vom Kaffee: Sie müssen für jede Charge die Geokoordinaten der Herkunftsflächen — hier: der Waldflächen — nachweisen, belegen, dass dort nach dem 31. Dezember 2020 nicht entwaldet wurde, und die legale Erzeugung sicherstellen. Danach folgt die Sorgfaltserklärung (DDS) in TRACES.
Die Besonderheit bei Holz
Holzlieferketten sind oft länger und undurchsichtiger als bei Agrarrohstoffen. Zwischen Waldfläche und Ihrem Container liegen häufig Sägewerk, Zwischenhändler und Hersteller. Umso wichtiger ist es, früh mit der Rückverfolgung bis zur Konzession oder zum Forstbetrieb zu beginnen — denn die Geokoordinaten muss am Ende jemand liefern, der die Fläche kennt.
Fangen Sie bei Ihren direkten Lieferanten an und arbeiten Sie sich die Kette entlang zurück. Je früher, desto ruhiger wird die Frist.
Check a plot while it is fresh
Run the same satellite screening on one of your own plots — no account, no TRACES registration, and an evidence PDF to keep.